BZP-Tagung in Dresden am 25. und 26.4.96


Das Thema, weshalb wir zu dieser Tagung fuhren, waren die
Versuche einiger Gewerbepolitiker, in Deutschland jedem
Taxiunternehmer die gesetzliche Pflicht aufzudrücken, sich
einer über Mannesmann oder Telekom geführten Notruf-
zentrale für ganz Deutschland anzuschließen.

Schon am Mittwoch trafen wir uns, organisiert von Herrn
Stefan Petersmann (Innung) mit einigen Taxizentralen aus
den neuen deutschen Bundesländern, um über eine Ausweitung
der Notruffrequenz, die in Berlin vom Würfelfunk für alle
Zentralen gemeinsam betrieben wird, zu sprechen.
Als Ergebnis dieses Gesprächs wurde beschlossen, den
flächendeckenden Aufbau der Notruffrequenz im Rahmen des
Ausschusses Neue Bundesländer Anfang Juni zu besprechen.
Die Resonanz der Teilnehmer war durchweg positiv.

In der Diskussion am Donnerstag wiesen wir die Teilnehmer
der Fachgruppe Z darauf hin, daß eine Übertragung der
GPS-Daten über den sogenannten SMS-Service der GSM-Netze
zur Zeit noch erhebliche technische Mängel aufweist.
Eine Besichtigung der von der Telekom angebotenen Lösung
Taxi-Notruf auf der CEBIT überzeugte uns außerdem von
der Unfähigkeit, überhaupt eine entsprechende Logistik
aufzubauen.
Herr Vonau vom Spreefunk, Herr Marquardt und Herrn Voigt
vom TVB und Herr Petersmann von der Berliner Taxi-Innung
wiesen ebenfalls auf viele Schwierigkeiten hin, die eine
bundesdeutsche Zentrale aufwirft:


Der geladene Fachmann zum Thema setzte allem die Krone
auf, als er es wie selbstverständlich erwähnte, daß
sich die voraussichtlichen Gebühren eines Fehlalarms
auf ca. DM 400,00 beliefen. Aber es werde ja Vorsorge
getroffen, da die Zentrale ja in den Wagen hineinhöre.
(Frei nach dem Motto: no cry - no notfall).

Wir konnten nur noch aufatmen, als die Abstimmung am
Freitag ergab, diese Lösung auf freiwilliger Basis
anzubieten.



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